
21.08.2006
Was in einer Reiseapotheke nicht fehlen darfDie Zusammenstellung einer Reiseapotheke ist natürlich immer stark abhängig von dem ausgewählten Reiseziel, doch ein paar grundsätzliche Dinge dürfen auf gar keine Fall fehlen.
Hierzu zählt sicherlich die Grundausrüstung für eine Erste Hilfe bei kleineren Verletzungen, wie Schürfwunden, Schnittwunden, oder ähnliches. Heirbei kann eine Schere und Pflaster in verschiedenen Größen schon eine gute Hilfe sein. Für offene Wunden ist ein Desinfektionsspray unverzichtbar. Hier gibt es verschiedenen Varianten, wobei die nicht färbenden und nicht brennenden zu bevorzugen sind, vorallem bei kleineren Kindern. Bei Kindern empfiehlt sich auch die Mitnahme eines Arnikawundtuches um kleinere Prellungen gleich von Anfang an in den Griff zu bekommen. Bei der Auswahl der Pflaster sollte unteranderem berücksichtig werden ob Pflasterallergien vorliegen. Wenn ja dann gibt es in der Apotheke spezielle Pflaster mit besser verträglichen Klebemassen. Meistens führen diese die Kennzeichnung "soft " und sind weiß.
Ein weiterer wichtiger Bereich für welchen immer Medikamente zur Hand sein sollten sind die Erkrankung der oberen und unteren Atemwege, also für Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, etc. Hier empfiehlt sich ein abschwellendes Nasenspray, vorallem für die Nacht. Dieses bringt bei einer Flugreise auch Linderung wenn man unter starkem Druck auf den Ohren leidet. Besonderes Kinder leiden wesentlich mehr unter dieser Belastung. Ansonsten ist natürlich ein Schleimlöser zu empfehlen. Jeder muß hier für sich selbst entscheiden ob er die pflanzliche Variante mit Thymian, Efeu, Spitzwegerich oder ähnlichem wählt, oder die chemische Variante mit Arzneistoffen wie ACC in Form von Brausetabletten oder Ambroxol bevorzugt. Ein Hustenstiller für die Nacht sollte auf keinen Fall fehlen. Denn dieser sorgt sowohl bei dem Betroffen selbst als auch bei seinen Mitreisenden für einen erholsamen Schlaf. Auch hier muß wieder die Entscheidung zwischen der pflanzlichen Möglichkeit ( Efeu ) oder der Chemischen ( Dextrometorphan ) getroffen werden.
Für leichte bis mittelstarke Schmerzen verschiedener Ursache sollten immer Schmerztabletten im Gepäck vorhanden sein. Hier emphiehlt sich für Kinder der Arzneistoff Paracetamol und für Erwachsene am besten eine Wirkstoffkombination aus ASS, Paracetamol und Coffein da dieses die schmerzstillende Wirkung verstärken kann.
Ist mit einer Ernährungsumstellung zu rechnen oder geht die Reise in Länder mit geringerem hygienischem Status so sollte man vorbeugend Arzneimittel zur Darmpflege einnehmen. Hier eignen sich Präparate mit Hefepilzklturen oder mit Gerbstoffen ( z.B. Tannacomp, Perenterol ). Für den Akutfall ist es wichtig Elektrolyte zur Hand zu haben um den entstehenden Flüssigkeitsverlust besser abfangen zu könnnen. Typische Antidiarhoika wie Imodium stoppen den Durchfall zwar meistens effektiv, können die Erkrankung aber auch verschlimmern da die Erreger somit längerm im Darm verweilen, außerdem sind sie erst für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Hierzu wären die alt bewährten Kohletabletten eine gute Alternative da sie die Giftstoffe binden und mit ausscheiden.
Der Rest der Reiseapotheke ist nun individuell vom Reiseziel abhängig. Reist man zum Beispiel in Gebiete welche sehr hoch gelegen sind, ist es zu raten eine Nasensalbe und einen Lippenbalsam mitzunehmen da die Luft dort sehr trocken ist und die Sonneneinstrahlung intensiver. Bei Reisen in südliche Länder darf natürlich der Sonnenschutz nicht vergessen werden ( siehe letzter Eintrag ). In tropischen Gebieten sollte an eine Malariapropyhlaxe gedacht werden und an ausreichend Insektenschutz. Desweiteren ist es auf jeden Fall zu empfehlen dass sie ihren Impfstatus überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen.
Mit diesen Ratschlägen wünschen wir Ihnen einen schönen Urlaub!
Ihr Team der Sankt Hubertus Apotheke
