News 02.07.2007

Reiseapotheke

Sommer, Sonne, Urlaub –

wer mag dabei schon an Krankheit und Arzneimittel denken? Aber nicht in
jedem Urlaubsort sind Medikamente in gesicherter Qualität sofort verfügbar,
da kann eine gut ausgestattete Reiseapotheke eine wertvolle Hilfe sein.
Was sollte man mitnehmen?
Am häufigsten treten Magen- und Darmerkrankungen auf, die durch Bakterien in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst werden. Ein Medikament gegen Durchfall darf deshalb in keiner Reiseapotheke fehlen. Wichtig besonders für Kinder und ältere Reisende ist es, eine Austrocknung des Körpers und Mineralverluste zu vermeiden, am einfachsten mit Elektrolytpulvern aus der Apotheke. Zur Behandlung des Durchfalls eignen sich Präparate mit dem Wirkstoff Loperamid, Kohle Tabletten, Kapseln aus medizinischer Trockenhefe oder Tabletten mit Gerbstoff plus einem antiseptischen Wirkstoff. Die beiden letzten sind auch vorbeugend wirksam. Wer es lieber homöopathisch mag, kann es mit den homöopathischen Globuli Okoubaka D3 versuchen.
Scharfe Gewürze, fettes Essen und exotische Speisen liegen manchem Urlauber schwer im Magen. Gegen Blähungen, Völlegefühl und leichte Übelkeit haben sich Tropfen mit pflanzlichen Wirkstoffen aus Pfefferminz, Kümmel, Melisse u.a. bewährt. Hat man mehr mit Sodbrennen zu kämpfen, verschaffen neutralisierende Kautabletten aus Hydrotalcit oder Magaldrat dem gereizten Magen die nötige Erholung. Löst die ungewohnte Ernährung eher eine Verstopfung aus, ist die Mitnahme eines zuverlässig wirksamen Abführmittels sinnvoll.
Achtung Sonne: zuviel Sonne lässt unsere Haut altern, verursacht Allergien und Hautkrebs. Schützen kann man sich davor mit geeigneter Kleidung, Sonnenbrille und Sonnenschutzprodukten. In der Apotheke stehen eine große Auswahl an hochwertigen Präparaten zur Verfügung, die zuverlässig vor UV A und UV B sowie neuerdings auch vor IR Strahlen Schutz bieten. Lassen Sie sich beraten, welche Zubereitung (Gel, Milch, Fluid, Creme, Spray) und welcher Lichtschutzfilter für Ihre Urlaubsreise am besten geeignet sind. Wussten Sie, dass viele Arzneimittel die Haut lichtempfindlicher machen? Fragen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch in der Apotheke, ob das auch für Ihre Medikamente gilt.
Mit der warmen Jahreszeit wächst die Lust, sich im Freien aufzuhalten und das schöne Wetter zu genießen. Leider gibt es besonders in der Nähe von stehenden Gewässern viele fliegende und krabbelnde Spielverderber. Ein juckender Mückenstich kann ganz schön lästig sein! In tropischen Ländern sind Insektenbisse auch gefährlich, denn z.T. werden auf diese Weise lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber und Gelbfieber übertragen. Schützen kann man sich mit langärmliger, heller Kleidung und Repellents. Enthalten diese flüssigen Mückenabwehrmittel, die auf die Haut aufgetragen werden, die Wirkstoffe DEET oder Bayrepel, sind sie sogar tropentauglich. Auch Zecken lassen sich durch Repellents abschrecken, allerdings hält die Schutzwirkung nicht so lange an. Für Kleinkinder sind nur Lösungen auf pflanzlicher Basis (Kokosöl) geeignet.

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte außerdem enthalten:
► ein Schmerzmittel
► zur Wundversorgung: Pflaster, Mullbinde, Desinfektionsmittel, Schere und (Zecken-)pinzette (nicht ins Flughandgepäck)
► antiallergisches Gel - auch bei Sonnenbrand verwendbar, Tabletten gegen Allergien
► Tabletten oder Kaugummi gegen Reisekrankheit, Wirkstoffpflaster auf Verschreibung
► Tropfen gegen Kreislaufbeschwerden
► Medikamente gegen Erkältung: Tabletten gegen Fieber, Schnupfenspray (bei Flugreisen auch zum Druckausgleich in den Ohren), Halsschmerztabletten, Hustenmittel, entzündungshemmende Ohrentropfen (für Taucher), Fieberthermometer

Wenn Sie einen Urlaub in den Tropen buchen, dann erkundigen Sie sich frühzeitig, ob für Ihr Reiseziel Impfungen und/oder Malariaprophylaxe vorgeschrieben sind oder empfohlen werden. Wir in der Apotheke beraten Sie gerne zu gesundheitlichen Risiken und aktuellen Gefährdungen in Ihrem Reiseland.
Langes und unbewegliches Sitzen auf langen Flügen begünstigt die Gefahr einer Thrombosebildung. Ein erhöhtes Risiko haben Reisende mit Venenerkrankungen, Herzinsuffizienz, Schwangere, Raucher, Übergewichtige und Frauen, die estrogenhaltige Hormone einnehmen. Einer Thrombose vorbeugen kann man durch Tragen von Reisestützstrümpfen (Travel Socks) und durch richtiges Verhalten: auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und sich nach Möglichkeit während der Reise immer wieder bewegen z.B. durch Auf- und Abgehen im Flugzeug oder durch einfache Gymnastikübungen am Sitzplatz. Bei besonderer Gefährdung kann in Absprache mit dem Arzt eine Blutverdünnung mit Heparinspritzen erwogen werden.

Vergessen Sie nicht Ihre persönlichen Medikamente in ausreichender Menge sowie zusätzlich eine Reserve (mindestens ein Drittel mehr als für die Reisezeit eigentlich notwendig) mitzunehmen. Falls ein Medikament verloren oder ausgehen sollte, ist die Gebrauchsinformation für die Beschaffung am Urlaubsort nützlich. Eine Medikamentenliste mit den Diagnosen und Gesundheitspässe wie Allergie-, Diabetiker- oder Marcumar- sowie selbstverständlich der Impfausweis gehören mit ins Reisegepäck. Für eventuelle Rückfragen im akuten Krankheitsfall sollten Sie zudem die Telefonnummern Ihrer behandelnden Ärzte in Deutschland zur Hand haben.

Bei der Zusammenstellung Ihrer individuellen Reiseapotheke und der Auswahl geeigneter Präparate beraten wir Sie gerne. Bitte beachten Sie auch unsere neuesten Sonderangebote: im Juli gibt’s für jeden Einkauf über 30 € aus dem freiverkäuflichen, apothekenpflichtigen Bereich eine Reiseapothekentasche kostenlos als Zugabe.

Arzneimittel sollten bei Flugreisen im Handgepäck transportiert werden, denn Koffer können verloren gehen. Die neuen Sicherheitsbestimmungen erlauben aber nur eine begrenzte Menge Flüssigkeiten im Handgepäck. Zu den Flüssigkeiten zählen auch Gele, Sprays, Shampoos, Sonnenlotion, Öle, Cremes und Zahnpasta. Das einzelne Behältnis darf nicht größer als 100 ml sein und alle Behältnisse müssen bequem und vollständig in einen durchsichtigen wieder verschließbaren Plastikbeutel einem Volumen von 1 Liter passen.
Flüssige und halbfeste Arzneimittel dürfen in den Mengen mitgeführt werden, die für die Reise benötigt werden. Hilfreich kann es zum Beispiel sein, aus einer großen Flasche Hustensaft die für die Reise benötigte Menge in ein kleines Fläschchen umzufüllen, entsprechende Behälter gibt es in der Apotheke. Die Notwendigkeit dieser Medikamente und Nahrungsmittel ist auf Verlangen der Kontrollkräfte glaubhaft zu machen (z.B. durch ärztliches Attest oder entsprechende Ausweise). Es kann also in Einzelfällen sinnvoll sein, in der Apotheke um eine Kopie des Rezeptes zu bitten.



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