
08.02.2007
Heuschnupfen Vorbeugen und BehandelnDas Frühjahr ist für Heuschnupfengeplagte keine willkommene Jahreszeit Die Augen brennen, die Nase läuft; es ist jedes Jahr das Gleiche. Die Beschwerden beginnen oft schon im Januar, wenn der Winter so mild ist wie in diesem Jahr.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern.
Chemisch-synthetische Antiallergika mit dem Wirkstoff Loratadin oder Cetirizin brauchen nur 1 mal täglich eingenommen zu werden.
Wer nichts einnehmen will, kann Augentropfen und Nasensprays anwenden.
Cromoglicinhaltige Augentropfen und Nasensprays können schon einige Wochen vor der akuten Phase des Heuschnupfens angewandt werden, sie lindern die Beschwerden aber auch im Akutfall. Man muss sie allerdings 4 mal täglich applizieren. Antiallergika mit dem Wirkstoffen Levocabastin oder Azelastin brauchen nur 2 mal täglich benutzt zu werden.
Wer homöopathische Arzneimittel für die Selbstmedikation wünscht, hat ebenfalls viele Möglichkeiten:
Bei heftigen Niesanfällen mit Wundheitsgefühl, Brennen und Juckreiz in der Nase und am Gaumen hat sich Sabadilla D6 bewährt.
Wenn das Augensekret scharf und brennend ist, das Nasensekret aber mild und Lichtempfindlichkeit besteht, hilft Euphrasia D4. Ist dagegen das Nasensekret scharf, das Augensekret mild, dann ist Allium cepa D6 das Mittel der Wahl.
Sinapis nigra D6 hilft bei scharfem, brennenden Nasensekret bei Neigung zu Schleimhautschwellung und Neigung zu Asthma bronchiale.
Ein homöopathisches Schnupfenmittel, das auch bei Heuschnupfen Linderung bringt, ist Luffa. Bei starken Trockenheitsgefühl der Nase hilft Luffa D6, bei stark fließendem Nasensekret hat sich Luffa D12 bewährt.
Juckreiz und Kribbeln in der Nase mit heftigen Niesanfällen, Atemnot, Rötungen, Brennen und Juckreiz der Augen mit starkem Tränenfluss können mit Galphimia galauca D4 oder D6 behandelt werden.
Zur Prophylaxe des Heuschnupfens im Sinne einer Hyposensibilisierung kann man 4-6 Wochen vor Beginn der individuellen Pollenflugzeit Galphimia D12 anwenden und zwar 1 x täglich 5 Globuli bzw. 1 Tablette.
Wenn die Beschwerden akut werden, setzt man Galphimia D12 ab und nimmt stattdessen Galphimia D4 oder D6 oder eines der anderen Mittel und zwar 4-6 mal täglich 5 Globuli bzw. 1 Tablette.
Zur homöopathischen Behandlung von allergischen Atemwegserkrankungen können natürlich auch Kombinationspräparate wie Heuschnupfenmittel DHU, Allergo-loges oder Pascallerg angewandt werden.
Zur lokalen Anwendung eignen sich Euphrasia und auch Gencydo Augentropfen sowie das Heuschnupfenspray von Weleda.
Selbstverständlich kann man bei sehr starken Heuschnupfenbeschwerden das homöopathische Einzel- oder Komplexmittel mit einem chemisch-synthetischen Antiallergikum kombinieren. Auf diese Weise kann man den Verbrauch des Antiallergikums deutlich reduzieren und damit auch die Stärke der Nebenwirkungen.
