
28.04.2006
FSME - rechtzeitig an eine Impfung denken!Die Temperaturen klettern wieder über die 8 Grad Celsius Grenze und Feuchtigkeit ist mehr als genug vorhanden - das sind beides ideale Bedingungen für das Vermehren von Zecken. Die Gebiete, in welchen vermehrt Infektionen mit FSME nach einem erfolgten Zeckenbiß auftreten, breiten sich immer mehr aus. Daher ist es nicht nur wichtig sich mit Repellantien einzuschmieren und die richtige Kleidung ( lange Hosen, hohe Socken, etc. ) zu tragen, sondern, wenn möglich, auch schon Vorsorge in Form einer Impfung zu betreiben. Vorallem für Kinder ist die Impfung sehr zu empfehlen, da sich diese überwiegend im Freien aufhalten und oftmals nicht zum Tragen der richtigen Kleidung zu bewegen sind. Eine Impfung ist völlig unproblematisch und wird in der Regel auch gut vertragen. Sie sollte im frühen Frühjahr durchgeführt werden. Der komplettte Impfschutz ist nach 3 Folgeimpfungen zum Zeitpunkt 0, 1Monat und 12 Monate erreicht und hält über drei Jahre an.
Wer nicht die Möglichkeit hat sich impfen zu lasssen bzw. sich nicht impfen lassen will, sollte einige wichtige Regeln beachten. Zum einen ist es sehr wichtig sich nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich abzusuchen, vorallem behaarte Stellen werden von den Zecken bevorzugt. Sollte tatsächlich eine Zecke entdeckt werden ist es wichtig diese richtig zu entfernen. Auf keinen Fall darf die Zecke in Klebstoff ertränkt werden, denn bei diesem qualvollen Tod schüttet das Tier vermehrt Speichel in die Bißsstelle aus, das heißt, dass das Risiko einer Übertragung von FSME-Erregern oder Borreliose-Erregern erhöht wird. Die Zecke sollte mit einer speziellen Zeckenzange ( bekommen sie in jeder Apotheke ) sauber entfernt und die Stelle desinfiziert werden. Im Folgenden sollte die Stelle aufmerksam beobachtet werden ebenso wie die Befindlichkeit des Betroffenen. Treten innerhalb einer Woche unspezifische Grippesymptome auf die nach wenigen Tagen erstmal wieder abklingen ist das ein erstes Anzeichen für eine FSME-Infektion. In diesem Fall muß sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden. Andernfalls können die Erreger sich im zentralen Nervensystem festsetzen und so zu der gefürchteten Gehirnhautentzündung mit Lähmungserscheinungen und ähnlichem führen. Doch es ist nicht nur an die bekannte FSME-Infektion zu denken. Ein weiterer Erreger welcher sehr häufig von Zecken übertragen wird ist das Bakterium Borrelia Burgdoferi. Dieses führt zu der Borreliose welche sich in Form von Grippeerscheinungen, rheumatischen Beschwerden und Hautveränderungen äußern kann. Zu erkennen ist diese Erkrankung an einem sich um die Bißstelle ringförmig ausbreitenden Erythem, die sogenannte Wanderröte. Diese tritt in den meisten Fällen ebenfalls innerhalb einer Woche auf. Gegen diese Erkrankung gibt es momentan noch keine Impfung. Daher sollten sich auch Personen mit einem Impfschutz gegen FSME nach einem Aufenthalt im Freien gründlich absuchen. Tritt dann im Ernstfall wirklich die beschriebene Wanderröte auf so muß auch hier umgehend ein Arzt konsultiert werden und schnellst möglich mit einer hoch dosierten Antibiotikatherapie begonnen werden.
Für weiterer Informationen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung,
Ihr Team der Sankt Hubertus Apotheke
